Die Geschichte von Adam (teil 1 von 5): Die Erschaffung von Eva und die Rolle des Satan

 

Adam öffnete seine Augen und blickte in das hübsche Gesicht einer Frau, die ihn betrachtete. Adam war überrascht und fragte die Frau, warum sie geschaffen worden sei. Sie enthüllte ihm, dass sie da sei, um seine Einsamkeit zu erleichtern und um ihm Ruhe zu bringen. Die Engel befragten Adam. Sie wußten, dass Adam Wissen über Dinge besaß, von denen sie keine Kenntnis hatten und Wissen, dass die Menschheit brauchen würde, um die Erde zu besiedeln. Sie sagten: "Wer ist das?" und Adam antwortete: "Dies ist Eva."

Eva ist Hawwa auf arabisch; es kommt von der Wurzel hay, was Leben bedeutet. Adam informierte die Engel darüber, dass Eva so genannt worden war, weil sie aus einem Teil von ihm geschaffen worden ist und er, Adam, war ein lebendes Wesen.

“O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen (Adam); und aus ihm (Adam) erschuf Er seine Gattin (Eva), und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen.” (Quran 4:1)

Die Überlieferungen des Propheten Muhammad berichten, dass Eva aus Adams kürzester linker Rippe erschaffen und dann mit Fleisch bekleidet wurde, während er schlief. Er (der Prophet Muhammad) benutzte die Geschichte von Evas Erschaffung aus Adams Rippe als Begündung, um die Männer dazu anzuhalten, sanft und freundlich zu Frauen zu sein. “O Muslime! Ich rate euch, sanft mit Frauen umzugehen, denn sie wurden aus einer Rippe geschaffen und der am meisten gekrümmte Teil der Rippe ist ihr Oberkürper. Wenn ihr versucht, ihn gerade zu biegen, wird er brechen und wenn ihr ihn laßt, wird er gekrümmt bleiben; deshalb ermahne ich euch, gebt acht auf die Frauen.” (Sahieh Al-Bukhari

 

Aufenthalt im Paradies

 

Adam und Eva lebten ruhig im Paradies. Auch dies gleicht sich in den islamischen, christlichen und jüdischen Überlieferungen. Der Islam teilt uns mit, dass sie das ganze Paradies genießen durften und Gott sprach zu Adam: "O Adam, verweile du und deine Gattin im Garten und esset uneingeschränkt von seinen Früchten, wo immer ihr wollt!" (Quran 2:35) Der Qur´an erwähnt nicht direkt, wo sich dieses Paradies befand; allerdings stimmen die Gelehrten (, die die Deutung des Qur´an erklären,) darin überein, dass es nicht auf der Erde war und dass die Kenntnis von seiner Lage für die Menschheit nicht von Nutzen sei. Der Nutzen besteht darin, die Lehre aus dem Geschehenen zu ziehen, das sich da ereignet hat.

Gott gab Adam und Eva weitere Anweisungen, als Er sie warnte: "…Kommt jedoch diesem Baum nicht nahe, sonst würdet ihr zu den Ungerechten gehören." (Quran 2:35) Der Qur´an enthüllt nicht, um welche Art von Baum es sich handelte; wir erfahren darüber keine Einzelheiten und ein solches Wissen zu suchen, würde uns keinen Nutzen bringen. Was verstanden werden soll, ist, dass Adam und Eva dort in aller Ruhe lebten und verstanden, dass ihnen verboten war, von dem Baum zu essen. Aber Satan wartete nur darauf, die Schwäche der Menschen auszunutzen.

Wer ist Satan?

 

Satan ist ein Geschöpf von der Welt der Ğinn. Die Ğinn sind eine Schöpfung Gottes, die aus Feuer gemacht wurde. Sie unterscheiden sich sowohl von den Engeln als auch von den Menschen; allerdings besitzen sie wie die Menschen Vernunft und können zwischen gut und böse unterscheiden. Die Ğinn existierten vor der Erschaffung Adams[1] und Satan war der Rechtschaffenste von ihnen, so sehr, dass er einen besonders hohen Rang unter den Engeln einnahm.

“Da warfen sich die Engel allesamt nieder, außer Satan; er weigerte sich, unter den Sich-Niederwerfenden zu sein. Er sprach: "Nimmermehr werde ich mich vor einem Menschen niederwerfen, den Du aus trockenem, tönendem Lehm geschaffen hast, aus schwarzem, zu Gestalt gebildetem Schlamm." Er sprach: "Hinaus denn von hier; denn wahrlich, du bist verflucht. Der Fluch soll auf dir lasten bis zum Tage des Gerichts.” (Quran 15:30-35)

Die Rolle Satans

 

Satan war im Paradies Adams und Evas und sein Eid war, sie und ihre Nachkommen irrezuführen und zu betrügen. Satan sprach: “…gewiß will ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. Dann will ich über sie von vorne und von hinten kommen von rechts und von links...” (Quran 7:16-17) Satan ist hochmütig und erachtete sich selbst für besser als Adam und die ganze Menschheit. Er ist hinterlistig und gerissen; aber er versteht sich auf die Schwächen der Menschen; er erkennt ihre Vorlieben und Wünsche.[2]

Satan hat weder zu Adam und Eva gesagt: "geht und eßt von jenem Baum"; noch hat er ihnen unrechtmäßig geboten, Gott ungehorsam zu sein. Er flüsterte in ihre Herzen und pflanzte beunruhigende Gedanken und Begehren hinein. Satan sagte zu Adam und Eva: “...Euer Herr hat euch diesen Baum nur deshalb verboten, damit ihr nicht Engel oder Ewiglebende werdet.” (Quran 7:20) Ihre Aufmerksamkeit wurde von Gedanken an den Baum erfüllt und eines Tages entschieden sie, davon zu essen. Adam und Eva verhielten sich, wie es alle anderen Menschen auch tun; sie beschäftigten sich ganz mit ihren eigenen Gedanken und den Einflüsterungen des Satan, und sie vergaßen die Warnung Gottes.

An dieser Stelle unterscheiden sich die jüdischen und christlichen Überlieferungen erheblich vom Islam. Nirgends in den Worten Gottes – dem Qur´an oder den Traditionen und Aussagen des Propheten Muhammad - weisen darauf hin, dass Satan in Gestalt einer Schlange oder Viper zu Adam und Eva gekommen sei.

Der Islam deutet keinesfalls an, dass Eva die schwächere der beiden gewesen sei, oder dass sie Adam verführt habe, Gott ungehorsam zu sein. Das Essen der Frucht des Baumes war ein Fehler, den beide – Adam und Eva – begangen haben. Sie tragen beide die gleiche Verantwortung. Es gibt keine Erbsünde, wie in den christlichen Überlieferungen. Die Nachkommen Adams werden nicht für die Sünden ihrer Vorväter bestraft werden. Es war ein Fehler und Gott hat beiden in Seiner grenzenlosen Weisheit und Barmherzigkeit vergeben.

Die Geschichte von Adam (teil 3 von 5): Der Abstieg

Der Islam weist die christliche Vorstellung von der Erbsünde und der Behauptung, alle Menschen seien wegen der Taten Adams als Sünder geboren, zurück. Gott spricht im Qur´an:

“Und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen.” (Quran 35:18)

Jeder Mensch ist für seine oder ihre Taten verantwortlich und wird rein und frei von Sünden geboren. Adam und Eva haben einen Fehler begangen, sie bereuten aufrichtig und Gott vergab ihnen in Seiner unendlichen Weisheit.

“Da aßen sie beide davon, so dass ihnen ihre Blöße ersichtlich wurde, und sie begannen, Blätter des Gartens über sich zusammenzustecken. Und Adam befolgte das Gebot seines Herrn nicht und ging irre. Hierauf erwählte ihn sein Herr und wandte Sich ihm mit Erbarmen und Rechtleitung zu.” (Quran 20:121-122)

Die Menschheit hat schon immer Fehler begangen und war achtlos. Wie war es aber möglich, dass Adam einen solchen Fehler beging? Die Wahrheit ist, dass Adam keinerlei Erfahrung mit den Einflüsterungen und Planungen Satans hatte. Adam hatte den Hochmut Satans gesehen, als er sich geweigert hatte, den Befehlen Gottes zu gehorchen; er wußte, dass Satan sein Feind war, aber er war nicht damit vertraut, Satans Tricks und Plänen zu widerstehen. Der Prophet Muhammad sagte:

“Etwas wissen ist nicht dasselbe, wie es sehen.” (Sahieh Muslim)

Gott sagte:

“So verführte er (Satan) sie durch Trug.” (Quran 7:22)

Gott prüfte Adam, damit er lernen und Erfahrung sammeln konnte. Auf diese Weise bereitete Gott Adam für seine Rolle auf der Erde als Statthalter und ein Prophet Gottes vor. Aus dieser Erfahrung lernte Adam die große Lektion, dass Satan ein listiger, undankbarer und verschworener Feind der Menschheit ist. Adam, Eva und ihre Nachkommen lernten, dass Satan ihre Vertreibung aus dem Himmel verursachte.

Gott sprach zu Adam:

“Geht von hier allesamt hinunter (auf die Erde), der eine von euch soll des anderen Feind sein! Und wenn Meine Führung zu euch kommt, dann wird der, der Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er Unglück erleiden.” (Quran 20:123)

Der Qur´an belehrt uns, dass Adam daraufhin einige Worte von seinem Herrn erhielt; ein Bittgebet zum Beten, das Gott um Vergebung bat. Dieses Bittgebet ist sehr schön und kann verwendet werden, um Gott für unsere Sünden um Vergebung zu bitten.

“Unser Herr! Wir haben gegen uns selbst gesündigt; und wenn Du uns nicht verzeihst und Dich unser erbarmst, dann werden wir gewiß unter den Verlierern sein.” (Quran 7:23)

Die Menschheit macht kontinuierlich Fehler und tut Falsches und dann schaden wir nur uns selbst. Unsere Sünden und Fehler haben nicht Gott geschadet, noch werden sie Ihm schaden. Wenn Gott uns nicht vergibt und uns gnädig ist, dann sind wir es, die sicherlich zu den Verlierern gehören werden. Wir brauchen Gott!

“‘Und es sei euch auf der Erde (nur) ein Aufenthaltsort und eine Versorgung auf Zeit bestimmt." Er sprach: "Auf ihr sollt ihr leben, und auf ihr sollt ihr sterben, und aus ihr werdet ihr (wieder) hervorgebracht werden.’” (Quran 7:24–25)

Adam und Eva verließen den Himmel und stiegen auf die Erde hinab. Ihr Abstieg war kein Abstieg der Entehrung; im Gegenteil, er war würdig. In der deutschen Sprache kennen wir nur Singular oder Plural für die Dinge; im arabischen ist das nicht der Fall. In der arabischen Sprache gibt es Singular, dann eine extra grammatikalische Zahlengruppe, die zwei bezeichnet. Plural sind drei oder mehr.

Als Gott sagte: "Geht von hier allesamt hinunter", verwendete Er das Wort im Plural, dass andeutet, dass Er nicht nur mit Adam und Eva alleine sprach, sondern Er bezog sich auf Adam, seine Frau und seine Nachkommenschaft – die Menschheit. Wir, die Nachfahren Adams, gehören nicht zu dieser Erde; wir sind hier für eine begrenzte Zeit, wie mit den Worten "auf Zeit" angedeutet wird. Wir gehören zum Jenseits und uns ist vorgeschrieben, unseren Platz entweder im Himmel oder in der Hölle einzunehmen.

Die Freiheit zu Wählen

Diese Erfahrung war eine wesentliche Lektion und Ausdruck des freien Willens. Wenn Adam und Eva auf der Erde leben sollten, mußten sie sich vor den Tricks und den Plänen Satans in acht nehmen; sie mußten auch die schrecklichen Folgen der Sünde verstehen und die unendliche Gnade und Vergebung Gottes. Gott wußte, dass Adam und Eva von dem Baum essen würden. Er wußte, dass Satan sie ihrer Unschuld berauben würde.

Es ist wichtig, zu verstehen, dass Gott, obgleich Er den Ausgang der Ereignisse kennt, bevor sie geschehen und sie zuläßt, beschleunigt Er sie nicht. Adam hatte den freien Willen und trug die Konsequenzen seiner Taten. Die Menschheit hat einen freien Willen und ist frei, Gott ungehorsam zu sein; aber es gibt Folgen. Gott lobt diejenigen, die Seinen Befehlen gehorchen und verspricht ihnen großen Lohn, und Er verdammt jene, die Ihm ungehorsam sind und warnt sie davor.[1]

Wo Adam und Eva hinabgestiegen sind

Es gibt zahlreiche Berichte über das Thema, wo auf der Erde Adam und Eva hinabgestiegen sind, obwohl keiner von diesen aus dem Qur´an oder der Sunna kommt. Daran können wir erkennen, dass der Ort ihres Abstiegs etwas Bedeutungsloses ist, und dieses Wissen hätte keinen Nutzen für uns, wenn wir es besäßen.

Wir wissen allerdings, dass Adam und Eva an einem Freitag auf die Erde hinabgestiegen waren. In einer Überlieferung, in der er uns von der Wichtigkeit der Freitage informierte, sagte der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm:

“Der beste der Tage, an dem die Sonne aufgegangen ist, ist Freitag. An einem dieser Tage wurde Adam erschaffen und an einem dieser Tage wurde er auf die Erde hinabgebracht.” (Sahieh Al-Bukhari)

 

Die Geschichte von Adam (teil 4 von 5): Leben auf der Erde

Adam und Eva verließen das Paradies und ihr Leben auf der Erde begann. Gott hatte sie auf viele Arten darauf vorbereitet. Er gab ihnen die Erfahrung, gegen die Einflüsterungen und Intrigen des Satan anzukämpfen. Er lehrte Adam die Namen aller Dinge, ihre Merkmale und ihren Nutzen. Adam nahm seine Stellung als Statthalter auf Erden und Prophet Gottes ein.

Adam, der erste Prophet Gottes, war dafür verantwortlich, seiner Frau und seinen Nachkommen beizubringen, Gott anzubeten und um Seine Vergebung zu bitten. Adam lebte nach Gottes Gesetz und bemühte sich, seine Familie zu unterhalten und zu lernen, die Erde zu bearbeiten und für sie zu sorgen. Seine Aufgabe bestand darin, sich auf der Erde zu verewigen, sie zu kultivieren, zu bebauen und zu bevölkern; er sollte Kinder aufziehen, die Anweisungen Gottes befolgen und die Erde pflegen und verbessern.

Adams ersten vier Kinder

Adams und Evas ersten Kinder, Kain und seine Schwester waren Zwillinge; Abel und seine Schwester, ein weiteres Zwillingspaar, folgten bald. Adam und seine Familie lebten in Frieden und Harmonie. Kain bearbeitete die Erde, während Abel Vieh züchtete. Die Zeit verging und die Gelegenheit kam, dass die Söhne Adams heiraten sollten. Ein Teil der Gefährten des Propheten Muhammad einschließlich Ibn Abbaas und Ibn Mas´ud berichteten, dass die Heirat zwischen dem Mädchen aus einer Schwangerschaft mit dem Jungen aus der anderen Schwangerschaft bei den Kindern Adams die Handhabung war. Daher wissen wir, dass Gottes Plan, die Erde zu füllen, beinhaltete, dass Adams Söhne die Zwillingsschwester des anderen heirateten.

Scheinbar hat die Schönheit schon von Anfang an eine Rolle Anteil in der Anziehungskraft zwischen Männern und Frauen gespielt. Kain fand keinen Gefallen an der für ihn ausgewählten Partnerin. Kain fing an, seinen Bruder zu beneiden und weigerte sich, dem Befehl seines Vaters zu gehorchen und damit war er auch Gott ungehorsam. Gott hat den Menschen sowohl mit guten als auch mit bösen Neigungen erschaffen, und die Anstrengung, unsere niederen Instinkte zu überwinden, ist Teil Seiner Prüfung für uns.

Gott befahl, dass jeder Sohn ein Opfer darbringen sollte. Sein Urteil würde zugunsten desjenigen ausfallen, dessen Opfer akzeptiert würde. Kain opferte sein schlechtestes Getreide, Abel aber sein bestes Vieh. Gott akzeptierte Abels Opfer, da wurde Kain wütend und drohte, seinen Bruder zu töten.

“(O Muhammad,) und verlies ihnen (den Juden) in Wahrheit die Geschichte von den zwei Söhnen Adams (Kain und Abel), als sie beide ein Opfer darbrachten, und es von dem einen angenommen und von dem anderen nicht angenommen wurde. Da sagte dieser: "Wahrhaftig, ich schlage dich tot.” (Quran 5:27)

Abel erklärte seinem Bruder, dass Gott gute Taten von denen akzeptiert, die Ihn fürchten und Ihm dienen; aber Er weist die guten Taten derer zurück, die hochmütig, selbstsüchtig und Gott ungehorsam sind.

“Jener erwiderte: "Gott nimmt nur von den Gottesfürchtigen (Opfer) an. Wenn du auch deine Hand nach mir ausstreckst, um mich zu erschlagen, so werde ich doch nicht meine Hand nach dir ausstrecken, um dich zu erschlagen. Ich fürchte Allah, den Herrn der Welten.’” (Quran 5:27-28)

Der erste Mord

“Doch er erlag dem Trieb, seinen Bruder zu töten; also erschlug er ihn und wurde einer von den Verlierern.” (Quran 5:30)

Der Prophet Muhammad klärte uns darüber auf, dass Kain wütend wurde und seinem Bruder mit einem Stück Eisen auf den Kopf schlug. In einer anderen authentischen Überlieferung wird auch gesagt, dass Kain Abel auf den Kopf schlug, während er schlief.

“Da sandte Gott einen Raben, der auf dem Boden scharrte, um ihm zu zeigen, wie er den Leichnam seines Bruders verbergen könnte. Er sagte: "Wehe mir!

Bin ich nicht einmal imstande, wie dieser Rabe zu sein und den Leichnam meines Bruders zu verbergen?" Und da wurde er reumütig.” (Quran 5:30)

Adam war zerstört, er hatte sowohl seinen ersten als auch seinen zweiten Sohn verloren. Der eine war ermordet worden, der andere war vom größten Feind der Menschheit überwältigt worden – Satan. Geduldig betete Adam für seinen Sohn und sorgte weiter für die Erde. Er belehrte seine zahlreichen Kinder und Großkinder über Gott. Er sprach zu ihnen von seiner eigenen Begegnung mit Satan und riet ihnen, sich vor Satans Tricks und Intrigen in acht zu nehmen. Es verging Jahr um Jahr und Adam wurde alt und seine Kinder verteilten sich auf der Erde.

Adams Tod

Die ganze Menschheit sind Kinder Adams. In einer Überlieferung informierte und der Prophet Muhammad darüber, dass Gott Adam seine Nachkommen zeigte. Adam sah ein wunderschönes Licht in den Augen des Propheten Davids und liebte ihn, da wandte er sich zu Gott und sagte: "O Gott, gib ihn vierzig Jahre meines Lebens." Gott gewährte Adam diese Bitte und sie wurde niedergeschrieben und besiegelt.

Adams Lebensspanne sollte 1000 Jahre dauern, aber nach 960 Jahren kam der Engel des Todes zu Adam. Adam war überrascht und sagte: "Aber ich habe doch noch 40 Jahre zu leben." Der Engel erinnerte ihn an sein Geschenk von 40 Jahren, das er seinem geliebten Nachkommen, dem Propheten David gemacht hatte, aber Adam leugnete das. Viele, viele Jahre später sagte der letzte Prophet Muhammad: “Adam leugnete, daher leugnen die Kinder Adams, Adam vergaß und seine Kinder vergessen; Adam machte Fehler und seine Kinder machen Fehler. ” (At-Tirmidhi)

Das arabische Wort für Menschen ist insan und es kommt von der Wurzel nisyan – vergessen. Dies ist ein Teil der menschlichen Natur, die Menschheit vergißt und wenn wir vergessen, dann leugnen wir und weisen zurück. Adam hatte vergessen (er hat nicht gelogen) und Gott hat ihm vergeben. Adam ergab sich dem Willen Gottes und starb. Die Engel stiegen hinab und wuschen den Körper Adams eine ungerade Zahl von Malen; sie hoben das Grab aus und beerdigten den Körper des Vaters der Menschheit, Adams.

Adams Nachfolger

Vor seinem Tod ermahnte Adam seine Kinder, dass Gott sie niemals allein oder ohne Rechtleitung lassen würde. Er sagte ihnen, Gott werde andere Propheten mit einzigartigen Namen, Eigenheiten und Wundern schicken, aber sie alle werden zu derselben Sache aufrufen – den Einen Wahren Gott anzubeten. Adam bestimmte seinen Sohn Seth zu seinem Nachfolger.

 

Die Geschichte von Adam (teil 5 von 5): Der erste Mensch und moderne Wissenschaft

Im Islam gibt es keinen Konflikt zwischen dem Glauben an Gott und modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Tatsächlich haben die Muslime im Mittelalter viele Jahrhunderte lang die Welt in wissenschaftlichen Forschungen und Entdeckungen angeführt. Der Qur´an selbst, der vor 14 Jahrhunderten offenbart wurde, steckt voller Fakten und Vorstellungen, die von modernen wissenschaflichen Endeckungen unterstützt werden. Drei von diesen sollen hier erwähnt werden. Davon sind die Entwicklung der Sprache und die mitrochondrische Eva (Genetik) relativ neue Gebiete der wissenschaftlichen Forschung.

Der Qur´an weist die Muslime an: “über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachzudenken.” (Quran 3:191)

Einer dieser Punkte, über die wir nachdenken sollen ist die Aussage:

“Es ist mein Wille, einen Menschen (Adam) aus Ton zu erschaffen...” (Quran 38:71)

In der Tat sind zahlreiche Elemente, die in der Erde vorkommen auch im menschlichen Körper vorhanden. Die entscheidende Komponente des Lebens auf dem Land ist die Erdoberfläche; diese dünne Lage dunklem Humus, reich an organischen Bestandteilen, in dem die Pflanzen ihre Wurzeln ausstrecken. In dieser dünnen Lage, in dieser lebendigen Erdschicht, ist es, in der Mikroorganismen Rohstoffe umwandeln, die Mineralien, die die Grundlage dieser Schicht ausmachen, und sie den zahllosen Lebensformen um sie herum und über ihr zugänglich machen.

Mineralien sind anorganische Elemente, die ursprünglich aus der Erde kommen, die der Körper nicht synthetisieren kann. Sie spielen wichtige Rollen bei zahlreichen Körperfunktionen und sind notwendig, um das Leben und optimale Gesundheit zu erhalten, und daher sind sie essentielle Nahrungsbestandteile.[1] Diese Mineralien können von den Menschen nicht hergestellt werden; sie können weder im Labor noch in einer Fabrik gemacht werden.

Mit Zellen, die zu 65-90 % nach Gewicht aus Wasser bestehen, macht Wasser oder H2O den Großteil des menschlichen Körpers aus. Deshalb ist Sauerstoff das Element, das in der Körpermasse am meisten enthalten ist. Kohlenstoff, die Grundeinheit für organische Moleküle, kommt an zweiter Stelle. 99% von der Körpermasse des Menschen ist aus lediglich sechs Elementen aufgebaut: Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Calcium und Phosphor.[2]

Der menschliche Körper enthält Spuren von so ziemlich jedem Element auf der Erde; einschließlich Schwefel, Kalium, Zink, Kupfer, Eisen, Aluminium, Molybdän, Chrom, Platin, Bor, Silicium, Selen, Flour, Chlor, Jod, Mangan, Kobalt, Lithium, Strontium, Blei, Vanadium, Arsen, Brom und noch mehr.[3] Ohne diese Mineralien haben Vitamine nur wenig oder gar keine Wirkung. Mineralien agieren als Katalysatoren, Auslöser und Schrittmacher für tausende von essentiellen Enzymreaktionen im Körper. Spurenelemente spielen bei der Funktion eines gesunden Menschen Schlüsselrollen. Es ist bekannt, dass ungenügend Jod eine Krankheit der Schilddrüse hervorruft, und ein Kobaltmangel wird uns ohne Vitamin B12 lassen und damit unfähig, rote Blutkörperchen zu bilden.

Ein anderer Vers, über den wir nachdenken sollten, ist:

Und Er brachte Adam alle Namen bei.” (Quran 2:31)

Adam wurden die Namen aller Dinge gelehrt, die Kraft nachzudenken und der freie Wille gegeben. Er lernte, die Dinge zu klassifizieren und ihren Nutzen zu verstehen. Also lehrte Gott Adam auch sprachliche Fähigkeiten. Er lehrte ihn, zu denken – seine Kenntnisse zu verwenden, um Probleme zu lösen, Pläne zu machen und Entscheidungen zu treffen, um Ziele zu erreichen. Wir, die Kinder Adams, haben diese Fähigkeiten geerbt, damit wir auf dieser Welt existieren und Gott auf die beste Weise anbeten können.

Linguisten schätzen, dass heutzutage mehr als 3000 unterschiedliche Sprachen auf der Welt existieren, alle verschieden, so dass diejeigen, die eine Sprache sprechen, die, die eine andere sprechen, nicht verstehen können, obwohl diese Srachen einander im Grunde so ähnlich sind, dass es möglich ist, im Singular von der "menschlichen Sprache" zu sprechen.[4]

Sprache ist eine besondere Form der Kommunikation, die beinhaltet, bestimmte komplexe Regeln zu erlernen und mit Zeichen (Worten oder Gesten) zu einer unendlichen Zahl von bedeutungsvollen Sätzen zu kombinieren. Sprache besteht aus zwei Prinzipien: Worten und Grammatik.

Ein Wort ist eine eigenmächtige Paarung zwischen einem Laut oder Zeichen und einer Bedeutung. Beispielsweise das Wort "Katze" sieht weder aus, wie eine Katze, noch fühlt es sich so an, aber es bezieht sich auf ein bestimmtes Tier, denn jeder von uns hat diese Paarung als Kind auswendig gelernt. Grammatik bezieht sich auf eine Reihe von Regeln für die Kombination von Worten in Redewendungen und Sätzen. Es mag überrschend erscheinen, aber die Sprecher aller 3000 verschiedenen Sprachen lernten dieselben vier Gesetze der Sprache.[5]

Das erste Sprachgesetz ist die Phonologie (Lautlehre) – wie wir bedeutungsvolle Laute machen. Phoneme sind Grundlaute. Wir verbinden Phoneme, um Worte zu bilden, indem wir das zweite Gesetz lernen: Morphologie. Morphologie ist das System, das wir benutzen, um Phoneme zu bedeutungsvollen Kombinationen von Lauten und Worten zu gelangen. Ein Morphen ist die kleinste, bedeutungsvolle Kombination von Lauten in einer Sprache. Nach dem Lernen, wie Morphene kombiniert werden, um Worte zu produzieren, lernen wir, diese Worte zu sinnvollen Sätzen zu verbinden. Das dritte Sprachgesetz regelt Syntax oder Grammatik. Diese Reihe von Regeln gibt genau an, wie wir Worte kombinieren, um bedeutungsvolle Aussagen und Sätze zu bilden. Das vierte Sprachgesetz regelt die Semantik (Wortbedeutungslehre) – die spezifische Bedeutung von Worten oder Aussagen, wie sie in verschiedenen Sätzen oder Zusammenhängen auftauchen.

Alle Kinder, egal wo auf dieser Welt sie sind, erlernen die Sprache aufgrund von angeborenen Sprachfaktoren in denselben vier Stadien. Diese Faktoren erleichtern, wie wir Sprachlaute erzeugen und uns Sprachfähigkeiten aneignen. Der bekannte Linguist Noam Chomsky sagt, dass alle Sprachen eine gemeinsame universale Grammatik teilen und dass Kinder ein geistiges Programm besäßen, um diese universale Grammatik zu erlernen.[6]

Ein dritter Vers über den man nachdenken sollte, handelt von der Fortpflanzung:

“O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm schuf Er seine Gattin, und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen.” (Quran 4:1)

Die Vorstellung, dass alle mtDNA Linien (Afrikas Europas und Amerikas) auf einen einzigen Ursprung zurückgeführt werden können, wird die “mitochondrische Eva” Theorie genannt. Gemäß den allergrößten Wissenschaftlern[7] und schärfster Nachforschungen kann jeder auf diesem Planeten einen bestimmten Teil seines oder ihres genetischen Erbes auf eine Frau zurückführen, durch einen einzigartigen Teil unseres genetischen Make-ups, mitochondrische DNA (mtDNA). Die mtDNA der “mitochondrische Eva” wurde durch die Jahrhunderte hindurch von Mutter zur Tochter weitergereicht (Männer tragen sie, aber geben sie nicht weiter) und diese existiert in allen Menschen, die heute leben.[8] Sie ist allgemein als die Eva-Theorie bekannt, denn aus dem obrigen kann der Schluß gezogen werden, dass sie mit dem X-Chromosom weitervererbt wird. Wissenschaftler untersuchen auch das Y-Chromosom (vielleicht um der "Adam-Theorie" ihren Namen zu geben), das vom Vater zum Sohn weitergereicht wird, und nicht wieder mit den mütterlichen Genen kombiniert wird.

Dies sind nur drei von den Wundern der Schöpfung, über die Gott in seinen Versen im Qur´an sagt, dass wir darüber nachsinnen sollen. Das ganze Universm, das von Gott erschaffen wurde, folgt und gehorcht Seinen Gesetzen. Deshalb werden die Muslime ermuntert, Wissen zu suchen, das Universum zu erkunden und die "Zeichen Gottes" in Seiner Schöpfung zu finden.

 

 

Die Geschichte von Noah (teil 1 von 3): Wer war Noah?

Beschreibung: Der Anfang der Götzendienerei und der Ruf Noahs.

 

Die Berichte von der Flut in den jüdischen und christlichen Erzählungen geben zu erkennen, dass Noah ein rechtschaffener Mann gewesen war, in einer Welt, die unter dem Gewicht der Sünde und des Unglaubens nahezu zusammenbrach. Der Qur´an und die Aussagen des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, lehren uns, dass der Prophet Noah ein Funken der Hoffnung unter den Nachkommen Adams war, in einer Zeit, in der Sünde und Gesetzlosigkeit die Menschen übermannt hatte.

Die Menschheit war eine Gemeinschaft gewesen, die an die Einheit Gottes glaubte, aber Verwirrung und Abweichungen hatten sich eingeschlichen. Noah war ein ruhiger, geduldiger Mann gewesen, der sein Volk aufrief, zur Anbetung des Einen Wahren Gottes zurückzukehren. Er war ein außergewöhnlicher Redner gewesen, der die Menschen, die um ihn herum waren, aufforderte, die Anbetung der Götzen aufzugeben und auf seine Warnung vor einer furchtbaren Bestrafung derjenigen, die Götzen und Statuen verehren, zu hören.

Und Wir sandten wahrlich Noah zu seinem Volk, und er sagte: "O mein Volk, dient Gott. Ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wollt ihr also nicht gottesfürchtig sein?” (Quran 23:23)

Noah erzählte Geschichten von den Mysterien des Lebens und über die Wunder des Universums. Er beschrieb, wie der Tag, der Sonnenlicht und Aktivität gibt, der Nacht folgt, die Kühle und Erholung bietet. Er sprach von Gott, dem Göttlichen Schöpfer, Dem Himmel und Erde gehören und er wies auf die Weite und die Schönheit der Erde. Noah erklärte, dass die Schöpfung der Welt zum Wohle der Menschheit geschehen war; aber der Mensch besäße auch eine Verpflichtung, dies zu verstehen und seine Anbetung auf Gott auszurichten, nicht auf falsche Gottheiten. Als Noah anfing, von der Strafe zu sprechen, die die Götzendiener erwartete, wurde sein Volk missgünstig und ärgerlich.[1]

Wie der Götzendienst begann

Der Prophet Muhammad unterrichtete uns darüber, dass zwischen den Propheten Adam und Noah zehn Generationen lagen.[2] Wir wissen, dass dies eine lange Zeitspanne war, denn Noah selbst hat über ein Jahrhundert lang gelebt und die Menschen vor ihm sogar noch länger.

In den Jahren zwischen Adam und Noah gab es Menschen, die sich an die Gesetze, die Adam sie gelehrt hatte, erinnerten und die Gott richtig anbeteten. Die Jahre vergingen und die Menschen vergaßen; die rechtschaffenen Männer unter ihnen erinnerten die Menschen an ihre Pflichten gegenüber Gott. Als noch mehr Zeit verstrich, begannen die rechtschaffenen Männer zu sterben und Satan kam und flüsterte den Menschen ein, die zu ihnen aufgeschaut hatten, und rief Gedanken in seiner listigen, verschlagenen Art in ihnen wach.

Satan brachte die guten Menschen dazu, Statuen von den rechtschaffenen Männern anzufertigen. Auf diese Weise, so sagte Satan, würden sie sich an die rechtschaffenen Männer erinnern und damit auch daran, Gott anzubeten. Die guten Menschen bauten Statuen an ihren Versammlungsplätzen und in ihren Häusern und Satan ließ sie, bis jeder den Grund vergessen hatte, aus dem die Statuen existierten. Viele Jahre später erschien der verschlagene Satan wieder bei den Menschen, dieses Mal schlug er ihnen vor, die Statuen direkt anzubeten.

Eine authentische Überlieferung des Propheten Muhammad fasst den Beginn des Götzendienstes folgendermaßen zusammen. Ibn Abbas, ein enger Gefährte des Propheten Muhammad sagte:.

“Die Namen (der Götzen) hatten früher einigen frommen Männern aus Noahs Volk gehört und als sie verstarben, schlug Satan ihrem Volk vor, Götzen zu machen und an die Orte zu stellen, wo sie zu sitzen gepflegt hatten und diesen Götzen ihre Namen zu geben. Das taten die Menschen, aber die Götzen wurden erst angebetet, als die Menschen gestorben waren (, die sie gemacht hatten) und der Ursprung der Götzen verschwamm, woraufhin die Leute begannen, sie anzubeten.” (Sahieh Al-Bukhari)

Noah Ruf

Das Wort Prophet (Nabi auf arabisch) ist von dem Wort Naba, abgeleitet, das Neuigkeiten bedeutet. Die Offenbarung wird von Gott gegeben, und der Prophet verbreitet die Neuigkeiten bei seinem Volk. Ein Gesandter andererseits wurde mit einer besonderen Botschaft gesandt, normalerweise um eine neue Anweisung Gottes zu übermitteln. Jeder Gesandte ist auch ein Prophet gewesen, aber nicht jeder Prophet ein Gesandter.[3] Da dies die erste Abweichung der Menschheit von der korrekten Anbetung Gottes war, wie sie der Prophet Adam gelehrt hatte, erfüllte Gott in Seiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit das Versprechen, das Er Adam gegeben hatte. Gott schickte Noah, den ersten Seiner Gesandten.[4] Abu Hurairah berichtete, dass der Prophet Muhammad sagte:

“Am Tag des Gerichts werden die Leute zu Noah kommen und sagen: ´O Noah, du bist der erste der Gesandten auf der Erde und Gott nannten dich einen dankbaren Diener.´” (Sahieh Al-Bukhari)

Etwas anders als Gott anzubeten hat schwerwiegende Folgen, zumindest einen Verlust an Freiheit; denn Satan versklavt den Menschen, zerstört seinen Verstand und nimmt ihm die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Als Noah sein Volk vor der Bestrafung warnte, die sie erwartete, wenn sie die Götzendienerei nicht aufgeben sollten, stieß seine Warnung größtenteils auf taube Ohren. Noah klärte sie über Satans Betrug auf, aber die Leute wandten sich ab und wollten nicht hören. Noah warnte sie Tag und Nacht; er verkündete seine Botschaft in der Öffentlichkeit und er sprach leise im geheimen mit den Leuten; nicht alle, aber viele lehnten seine Worte ab. Noah rief aus zu Gott:

Er sagte: "Mein Herr, ich habe mein Volk bei Nacht und Tag (zum Glauben) aufgerufen. Doch mein Ruf hat nur bewirkt, daß sie mehr und mehr davonliefen und sooft ich sie rief, daß Du ihnen vergeben mögest, steckten sie ihre Finger in die Ohren und hüllten sich in ihre Gewänder und verharrten (in ihrem Zustand) und wurden allzu hochmütig.” (Quran 71:5-7)

Diejenigen, die Noahs Ruf annahmen, waren die schwächsten und ärmsten des Volkes; die Führer und die Mächtigen reagierten stolz und wiesen seinen Aufruf zurück. Sie sagten:

Es sagten die Vornehmen seines Volkes: "Wahrlich, wir sehen dich in einem offenkundigen Irrtum."” (Quran 7:60)

Noah fuhr damit fort, sein Volk aufzurufen, Tag für Tag und Jahr für Jahr. 950 Jahre ertrug er ihre Verhöhnung und ihren Spott

Die Geschichte von Noah (teil 2 von 3): Noah baut die Arche

  

 

Noah fuhr fort, sein Volk aaufzurufen, und sie teilten sich in zwei Gruppen. Seine Worte sprachen die Herzen der Schwachen, Armen und Unterdrückten an, aber die wohlhabenen, einflussreichen Menschen misstrauten seinen Worten und konnten nur an die Möglichkeit denken, dass sie ihre Macht und ihren Status einbüßen könnten. Ein Wortgefecht begann zwischen Noah und den Ungläubigen. Sie beschuldigten Noah, nichts anderes als alle anderen menschlichen Wesen zu sein, nichts Besonderes. Noah stimmte dem zu und sagte, dass er in der Tat nur ein Mensch sei, aber einer, der eine deutliche Warnung brachte. Und Gott, der Allmächtige, teilt uns mit:

Wir entsandten ja Noah zu seinem Volke (und er sagte): "Wahrlich, ich bin für euch ein deutlicher Warner, daß ihr keinen anderen außer Allah dient. Ich fürchte für euch die Strafe eines schmerzlichen Tages. Die Vornehmen seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: "Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen und wir sehen, daß dir keine als jene gefolgt sind, die aller äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, noch sehen wir in euch irgendeinen Vorzug vor uns; nein, wir erachten euch für Lügner." (Quran 11:25-27)

Noah erklärte seinem rebellischen Volk die Vorteile, die sie erhielten, wenn sie sich Gott zuwenden würden und Ihn um Vergebung bäten. Er (Gott) würde ihnen einen Regen gewähren, ebenso wie Kinder und Reichtum, Er würde ihnen üppige Gärten und fließende Bäche geben. Die Ungläubigen aber wiesen seine Worte zurück; sie fühlten sich in ihrem Hochmut und Stolz sicher.

Der Konflikt spitzt sich zu

Die gegen Noah und seinen Ruf waren, begannen, mit ihm zu verhandeln. Sie sagten ihm, dass diese beiden unterschiedlichen Gruppen, die Schwachen und Armen und die Reichen und Mächtigen, nicht zusammen in demselben Glauben existieren könnten. Obwohl er von den Ungläubigen verhöhnt und verspottet wurde, reagierte Noah auf freundliche, sanfte Art und Weise. Er erklärte, dass er sich von den demütigen und schwachen Gläubigen nicht abwenden würde, die seinem Ruf gefolgt waren. Diese Menschen, so teilte er ihnen mit, waren die Gäste Gottes. Noah appellierte an sein Volk. Er versuchte, sie zu überzeugen und die Wirklichkeit ihrer Lage zu erkennen. Ohne persönlichen Gewinn und mit einem demütigen, aber schweren Herzen wies Noah ihre Argumente zurück.

O mein Volk, ich verlange von euch kein Entgelt dafür. Mein Lohn ist allein bei Allah. Und ich werde gewiß nicht jene, die glauben, verstoßen. Sie werden ihrem Herrn begegnen. Allein, ich erachte euch für ein Volk, das unwissend ist. O mein Volk, wer würde mir gegen Allah helfen, wenn ich sie verstieße? Wollt ihr (das) denn nicht einsehen? Und ich sage nicht zu euch: "Ich besitze die Schätze Allahs", noch kenne ich das Verborgene, noch erkläre ich: "Ich bin ein Engel." Noch sage ich von denen, die eure Augen verachten: "Allah wird ihnen niemals (etwas) Gutes gewähren." Allah kennt am besten, was in ihrem Inneren vorgeht; wahrlich, ich gehörte sonst zu denen, die ungerecht sind.(Quran 11:29-31)

Die Uneinigkeit ging weiter, bis den Ungläubigen die Argumente ausgingen. Sie machten sich über Noah und die Gläubigen lustig, aber Noah übermittelte weiter seine Botschaft. Schließlich konnte er es nicht mehr ertragen und wandte sich mit einem herzergreifenden Bittgebet zu Gott. Noah verlor dennoch seine Geduld nicht, er blieb ein geduldiger, freundlicher und sanftmütiger Mensch. Aber es wurde ihm klar, dass die Ungläubigen nichts als Verderben und Unglauben im Lande verbreiten würden. Sie würden die Gläubigen irreführen und verderben und das Erbe des Unglaubens an ihre Kinder weiter geben. Noah betete zu Gott. Er sagte:

Mein Herr, laß auf der Erdoberfläche keinen einzigen von den Ungläubigen (übrig), denn wenn Du sie läßt, so werden sie nur Deine Diener verführen und werden nur eine unverschämte Nachkommenschaft von Ungläubigen zeugen.“ (Quran 71:27)

Da nahm Gott Noahs Gebet an.

Die Arche

Gott wies Noah an, die Arche zu bauen und fällte das Urteil in Form einer Flut über die Ungläubigen.

Und baue das Schiff unter Unserer Aufsicht und nach Unserer Anweisung, und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben; denn diese werden ertrinken." (Quran11:37)

Noah wählte einen Platz außerhalb der Stadt und weit entfernt vom Meer, um seine Arche zu bauen. Die Ungläubigen machten sich lustig und lachten, machten Kommentare über die Lage des Schiffs, so weit von jeder Wasserquelle entfernt. Die Ungläubigen hatten keinerlei Verständnis von der Macht und der Großartigkeit Gottes, daher konnten sie nicht verstehen, warum Noah ein Schiff baute, auf dem Gipfel eines Berges, in weiter Entfernung vom Meer. Sie hielten ihn für verrückt und lachten laut. Das Schiff begann, Form anzunehmen und als es fertig war, wartete Noah geduldig auf den Befehl Gottes.

Alsdann erging Unser Befehl und die Fluten (der Erde) brachen hervor. Da sprachen Wir: "Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen." Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar.” (Quran 11:40)

Als das Wasser der Erde zu rauschen begann und vom Himmel regnete, wies Gott Noah an, mit seiner Familie und den Gläubigen die Arche zu besteigen. Gott befahl Noah auch, ein Paar (männlich und weiblich) von jedem Tier, Vogel und Insekt mit sich zu nehmen. Die Leute beobachteten ihn ungläubig, fragten ihn, was er mit all den Tieren zu tun gedenke.

Noahs Frau begleitete sie nicht, denn sie hatte nie an die Botschaft geglaubt, die Noah predigte, und auch sein ältester Sohn nicht, der es vorzog, auf einem hohen Berg Schutz zu suchen. Die Gelehrten des Islam vertraten unterschiedliche Ansichten über die Menschen in der Arche, aber die höchste Schätzung geht von 80 aus. Als die Gläubigen und die Tiere die Arche bestiegen, strömte Wasser aus jedem Riss in der Erde und Regen fiel in Massen vom Himmel, wie nie zuvor. Stunde für Stunde stiegen die Wasserpegel an und die Meere und Flüsse überfluteten das Land.

 

Die Geschichte von Noah (teil 3 von 3): Die Flut

Die Gläubigen betraten die Arche im Namen Gottes, genau wie die Muslime heutzutage alles im Namen Gottes tun.

“Und er sprach: "Steigt hinein! Im Namen Allahs erfolgt die Ausfahrt und die Landung. Mein Herr ist wahrlich Allverzeihend, Barmherzig." Und es (das Schiff) fuhr mit ihnen über Wogen gleich Bergen einher...” (Quran 11:41)

Noah hat die Arche so gebaut, wie Gott ihn angewiesen hatte aus Planken und Nägeln und sie hielt die Gläubigen sicher vor der Sintflut aus Regen und vor dem Wasser der Erde. Das Innere der Erde bewegte sich auf ungewöhnliche Weise und der Meeresboden der Ozeane erhob sich schlagartig, was Flutwellen auf der Erde verursachte. Diese Wellen, die so groß wie Berge waren, überschwemmten alles; sie hoben die Arche an, ließen sie so zerbrechlich erscheinen, wie ein Matchbox, das in den Ozean geworfen wurde. Diese Konstruktion aus Holz wurde zu einem Schiff der Sicherheit und Geborgenheit, denn ihre Insassen besaßen wahren Glauben und Vertrauen auf Gott.

Von seinem sicheren Platz in der Arche aus, könnte Noah einen seiner Söhne sehen, der vom Wasser überwältigt wurde. Noah rief nach seinem Sohn, bat ihn, er solle auch an Bord kommen und die Ungläubigen ihrem Schicksal überlassen. Der Sohn allerdings dachte weltlich und hatte nicht dieses Gottvertrauen in der Tiefe seines Herzens. Er antwortete, dass er auf einen Berg steigen würde, er konnte sich nicht vorstellen, dass die Wellen einen Berg überfluten könnten. Noah flehte seinen Sohn an, indem er sagte: „Nichts kann dich an diesem Tag retten, außer die Gnade Gottes”. Der Sohn aber lehnte ab und ertrank.

“Und Noah rief zu seinem Sohn, der sich abseits hielt: "O mein Sohn, steig mit uns ein und bleibe nicht bei den Ungläubigen!" Er sagte: "Ich will mich sogleich auf einen Berg begeben, der mich vor dem Wasser retten wird." Er sagte: "Es gibt heute keinen Retter vor Allahs Befehl - (Rettung) gibt es nur für jene, derer Er Sich erbarmt." Und die Woge brach zwischen den beiden herein, (und) so war er unter denen, die ertranken” (Quran 11:42-43)

Die Flut endet

“ Und es wurde befohlen: "O Erde, verschlinge dein Wasser, o Himmel, höre auf (zu regnen)!" Und das Wasser begann zu sinken, und die Angelegenheit war entschieden. Und das Schiff kam auf dem Güdyy zur Rast. Und es wurde befohlen: "Fort mit dem Volk der Frevler!” (Quran 11:44)

Der Islam erwähnt nicht wie die christlichen und jüdischen Traditionen, dass Noah einen Vogel (entweder eine Taube oder einen Raben) gesandt habe, um nach trockenem Land Ausschau zu halten. Auf Befehl Gottes hörte der Regen auf und das Wasser hörte auf aus allen Rissen in der Erde zu fluten. Ruhe kehrte ein und die Sonne begann zu scheinen. Die Flut hatte die Erde von Götzendienst und Ungläubigen gereinigt. Kein einziger Mensch, der nicht an Gott geglaubt hatte, war auf der Erde zurückgeblieben. Die Erde verschlang das Wasser und die Arche kam auf dem Berg Mt. Judi (von dem angenommen wird, dass er sich in der heutigen Türkei befindet) zum Stehen.

Noah war ein Prophet und Führer der Menschen, aber er war auch ein Vater. ER wandte sich traurig zu Gott und weinte:

“Und Noah rief zu seinem Herrn und sagte: "Mein Herr, mein Sohn gehört doch zu meiner Familie, und Dein Versprechen ist doch wahr, und Du bist der beste Richter."” (Quran 11:45)

Noah erinnerte sich daran, dass Gott versprochen hatte, seine Familie zu retten. Noah zweifelte nicht an Gottes Wort oder Versprechen, aber er wollte verstehen. Also erteilte Gott Noah eine Lektion.

Als menschliche Wesen benutzen wir Worte, um bestimmter Dinge zu sagen, aber Gott kann ihnen oft eine neue, besser verständliche Bedeutung erteilen. Beispielsweise bedeutete das Wort Gebet ursprünglich Bittgebete zu Gott zu richten, aber der Islam gab ihm eine neue Bedeutung – es wurde das rituelle Gebet, das fümfmal täglich verrichtet wird. Wenn wir das Wort Familie verwenden, denken wir an Blutsverwandtschaft und Beziehungen und Noah flehte zu Gott, weil sein Sohn von seiner Familie war. Gott teilte ihm aber mit, dass sein Sohn definitiv nicht zu seiner Familie gehörte, denn er war nicht rechtschaffen. Seine wahre Familie sind die rechtschaffen gläubigen Diener Gottes.

“Er sprach: "O Noah, er gehört nicht zu deiner Familie; siehe, dies ist kein rechtschaffenes Benehmen. So frage Mich nicht nach dem, von dem du keine Kenntnis hast. Ich ermahne dich, damit du nicht einer der Toren wirst." (Quran 11:46)

Noah verstand dies, er sagte:

“Er sagte: "Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht bei Dir davor daß ich Dich nach dem frage, wovon ich keine Kenntnis habe. Und wenn Du mir nicht verzeihst und Dich meiner nicht erbarmst, so werde ich unter den Verlierenden sein.” (Quran 11:47)

Noah ließ die Tiere, Vögel und Insekten frei, und sie verstreuten sich auf der Erde. Noah und seine Familie (die Gläubigen) verließen das Schiff, woraufhin Noah sich auf der Erde niederwarf und mit seinem Kopf den Erdboden berührte. An dieser Stelle endet die Erzählunng im Qur´an und in den Überlieferungen des Propheten Muhammad über die Geschichte von Noah. Wir wissen weder, wie die Dinge mit seinem Volk weiter verliefen, noch was seiner Familie geschah. Alles, worüber wir sicher sein können, ist, dass er angesichts seines Todes seine Söhne um sich sammelte und sie aufforderte, dem Einen Gott zu dienen: dem Schöpfer und Erhalter des Universums.

Der Prophet Muhammad sagte:

“Als der Tod des Gesandten Gottes Noah nahte, ermahnte er seine Söhne: ´Ich werde euch weitreichenden Rat erteilen, ich befehle euch, zwei Dinge zu tun und warne euch auch vor zwei Dingen. Ich erlege euch auf zu glauben, dass es keinen Gott gibt außer Gott, und dass wenn die sieben Himmel und die sieben Erden auf die eine Seite der Waagschale gelegt würden und die Worte “es gibt keinen Gott außer Gott” auf die andere Seite, so würden diese letzten mehr wiegen als das erste. Ich warne euch davor, Gott etwas zur Seite zu stellen, und ich warne euch vor dem Stolz.” (Sahih al Bukhari)

Die meisten vom Volke Noahs haben seine Botschaft abgelehnt, aber die Botschaft überlebt in den Herzen und in den Köpfen der Muslime von heute. Die tröstenden Worte und die Hoffnungen auf Errettung, die Noah seinen Söhnen auf seinem Totenbett übermittelte, bilden einen Teil des Glaubens eines Muslims und festigen seine Gesinnung Gott gegenüber. Denn der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien mit ihm, sagte uns, dass Gott einen Bund mit den Gläubigen schließt: Wenn sie keine anderen Gottheiten außer Gott anbeten, dann wird Er ihnen nicht das Paradies verweigern.

 

 

Alle praktizierenden Muslime akzeptieren den Glauben an die ´Sechs Glaubensartikel´, und sie sind verpflichtet, den ´Fünf Säulen´ zu folgen. Diese sind:

1. Das Glaubensbekenntnis der Muslime oder Schahada

2. Das Rituelle Gebet oder Salah

3. Die verpflichtenden Almosen oder Zakah

4. Das Fasten oder Saum

5. Die Pilgerreise oder Hajj

 

Wie behandeln Muslime die Älteren?

In der islamischen Welt findet man selten ‘Seniorenheime’. Die Mühe, für seine Eltern in der schwierigsten Phase ihres Lebens zu sorgen, wird als Ehre betrachtet und als eine Gnade und eine Gelegenheit für eine große geistige Weiterentwicklung. Im Islam reicht es nicht aus, nur für die Eltern zu beten, sondern wir sollten mit unendlichem Mitgefühl handeln und uns daran erinnern, wie sie uns ihren Bedürfnissen vorangestellt haben, als wir kleine, hilflose Kinder waren. Mütter werden besonders geehrt. Wenn muslimische Eltern ein hohes Alter erreichen, werden sie gnadenvoll behandelt, mit Freundlichkeit und aufopferungsvoll.

Im Islam ist das Bedienen der Eltern eine Pflicht, die gleich an zweiter Stelle nach dem Gebet steht, und es ist ihr Recht, es zu erwarten. Es wird als verachtenswert betrachtet, irgendeine Verärgerung zu äußern, wenn die Alten schwierig werden, denn es ist nicht ihre Schuld.

Gott sagt:

“Und dein Herr hat befohlen: ‘Verehrt keinen außer Ihm und (erweist) den Eltern Güte. Wenn ein Elternteil oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sage dann nicht ‘Pfui!’ zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen in ehrerbietiger Weise. Und senke für sie in Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sprich: ‘Mein Herr, erbarme Dich ihrer (ebenso mitleidig), wie sie mich als Kleines aufgezogen haben.’” (Quran 17:23-24)

 

 

Das Tor zum Ewigen Paradies

 

 

 

Gott sagt im Quran:

“Und verkünde die frohe Botschaft denjenigen, die glauben und Gutes tun, auf dass ihnen Gärten zuteil werden, in deren Niederungen Bäche fließen...” (Quran 2:25)

Gott sagt auch:

“Wetteifert denn miteinander um die Vergebung eures Herrn und um das Paradies, dessen Größe gleich der Größe des Himmels und der Erde ist. (Es ist für) jene bereitet, die an Gott und seine Gesandten glauben...” (Quran 57:21)

Der Prophet Muhammad sagte, der niedrigste Rang unter den Bewohnern des Paradieses wird das zehnfache seinesgleichen auf der Erde betragen,[1] und er oder sie wird erhalten was auch immer er oder sie begehrt, oder das Zehnfache davon.[2] Der Prophet Muhammad sagte auch: “Ein Platz im Paradies in der Größe eines Fußes wäre besser als die ganze Welt und was sich darin befindet.”[3] Er sagte auch: “Im Paradies gibt es Dinge, die noch kein Auge gesehen hat, kein Ohr gehört hat und die sich kein menschliches Gehirn vorstellen kann.”[4] Er sagte auch: “Der erbärmlichste Mann in dieser Welt von denen, die für das Paradies sind, wird einmal in das Paradies eingetaucht werden. Hernach wird er gefragt werden: ‘Oh Sohn Adams, sahst du dich jemals im Elend? Hast du jemals irgendeine Härte erlitten?’ Er wird antworten: ‘Nein, bei Gott, oh Herr! Nie erlebte ich das Elend und nie erlitt ich irgendeine Härte.’”[5]

Wer das Paradies betritt, wird glücklich leben, ohne Krankheit, Schmerzen, Trauer oder Tod; Gott wird zufrieden mit dir sein und du wirst für immer leben. Gott sagt im Quran:

“Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, wollen Wir in Gärten eingehen lassen, durch die Bäche fließen, darin werden sie ewig weilen...” (Quran 4:57)

 

Jiihad

Der Islam, eine Religion der Barmherzigkeit, erlaubt keinen Terrorismus. Im Quran sagt Gott:

“Gott verbietet euch nicht gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich Gott liebt die Gerechten.” (Quran 60:8)

Der Prophet Muhammad verbot den Soldaten, Frauen und Kinder zu töten,[1] und er wies sie an: “Seid keine Verräter, seid nicht maßlos und tötet kein neugeborenes Kind...”[2] Und er sagte auch: “Wer eine Person tötet, die einen Vertrag mit den Muslimen hat, soll nicht das Paradies riechen, obwohl es bereits vierzig Jahre im voraus zu riechen ist.”[3]

Der Prophet Muhammad hat auch die Folterung mit Feuer verboten.[4]

Einst zählte er den Mord als zweite der großen Sünden,[5] und erwähnte sogar, dass am Tag des Gerichts, “Die ersten Fälle, über die am Tag des Gerichts zwischen den Menschen entschieden wird, sind die der Blutschuld.[6][7]

Muslime werden sogar aufgefordert freundlich zu den Tieren zu sein, und ihnen wird verboten sie zu verletzen. Der Prophet Muhammad sagte einst: “Eine Frau wurde bestraft, weil sie eine Katze einsperrte, bis diese starb. Aus diesem Grund wurde sie in die Hölle verbannt. Als sie die Katze einsperrte, gab sie ihr kein Futter oder Wasser, noch ließ sie sie frei, damit sie die Insekten der Erde fressen konnte.”[8]

Er sprach auch von einem Mann, der einem sehr durstigen Hund etwas zu trinken gab; da vergab ihm Gott seine Sünden. Der Prophet wurde gefragt: “Gesandter Gottes, werden wir für die Freundlichkeit zu den Tieren belohnt?“ Er antwortete: “Es gibt eine Belohnung für die Freundlichkeit zu jedem Lebewesen: Tier oder Mensch.”[9]

Wenn man einem Tier für Nahrung das Leben nehmen muss, wurde den Muslimen darüber hinaus befohlen dies so zu tun, dass das Tier so wenig wie möglich Angst haben soll oder gar leidet. Der Prophet Muhammad sagte: “Wenn ihr ein Tier schlachtet, so tut dies auf die beste Weise. Man sollte das Messer schärfen, um das Leiden des Tieres zu verringern.”[10]

Angesichts dieser und anderer islamischer Berichte sind das Anstacheln zum Terror in den Herzen wehrloser Bürger, die vollständige Zerstörung von Gebäuden und Besitztümern, das Bombardieren und Verstümmeln unschuldiger Männer, Frauen und Kinder als vom Islam und den Muslimen verbotene und verabscheuungswürdige Handlungen anzusehen. Die Muslime verfolgen eine Religion des Friedens, der Gnade und Vergebung, und der Großteil hat mit den Gewaltverbrechen nichts zu tun, die manche mit den Muslimen assoziieren. Wenn ein einzelner Muslim eine terroristische Handlung begeht, macht sich diese Person im Sinne der islamischen Gesetze strafbar.

 
 

 

 

 


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